Statuten

§ 1: Name und Sitz

Der Verein trägt den Namen "Landesverband Oberösterreich des Verbandes der Krippenfreunde Österreichs" (kurz: OÖ. Krippenfreunde) und hat seinen Sitz in Linz. Seine Tätigkeit erstreckt sich auf das Gebiet des Bundeslandes Oberösterreich. Seine Mitglieder können aber auch außerhalb des Bundeslandes wohnhaft sein. Der Landesverband ist ein Mitgliedsverein des Verbandes der Krippenfreunde Österreichs mit Sitz in Innsbruck und Mitglied im OÖ. Forum Volkskultur.

 

§ 2: Zweck und Ziele

Förderung des Krippengedankens und der Verbreitung der Krippe (Weihnachts-, Passions-, Oster- und Jahreskrippen) sowie der Heiliggräber auf religiöser, künstlerischer und volkskundlicher Grundlage Beratung bei der Herausgabe der einschlägigen Publikationen, bei der Ausrichtung von Krippenausstellungen. Bei der Durchführung von Krippenbau- und Krippenschnitzkursen sowie bei Renovierungen und Neuaufstellungen.

Die Tätigkeit des Landesverbandes ist überparteilich und über-konfessionell, gemeinnützig im Sinne der BAO und nicht auf Gewinn ausgerichtet.

 

§ 3: Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes

Finanzielle Mittel:

Mitgliedsbeiträge, deren Höhe von der Jahreshauptversammlung über Antrag des Kassiers festzulegen ist. Davon ist ein bestimmter Anteil an den Hauptverband zu entrichten. Bezirks- und Ortsgruppen (siehe § 5) erhalten je nach ihrer Mitgliederanzahl einen vom Vorstand festzulegenden Anteil.

Subventionen Spenden und sonstige Zuwendungen Ideelle Mittel:

Aktivitäten, die nach § 2 dem Vereinszweck entsprechen

Herausgabe eines Mitteilungsblattes

Führung ein fachlichen Handbibliothek

 

§ 4: Mitgliedschaft

Eine Mitgliedschaft ist schriftlich zu beantragen. Sie wird wirksam durch Ausfolgung eines Ausweises, der vom Hauptverband und vom Landesverband unterzeichnet wird.

Der Vorstand kann Bewerbungen ohne Angabe von Gründen ablehnen.

Zur besseren Kommunikation der Mitglieder untereinander können Bezirks- und/oder Ortsgruppen gebildet werden (siehe § 5).

Über Vorschlag des Vorstandes können Persönlichkeiten, die sich besonderer Weise um die Krippe verdienst gemacht haben, von der Jahreshauptversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

 

§ 5: Bezirks- und Ortsgruppen

Bezirks- und Ortsgruppen können eigene Vereine oder auch nur Arbeitsgemeinschaften im Rahmen des Landesverbandes sein.

Bezirks- und Ortsgruppen sind für ihre finanzielle Gebarung eigenverantwortlich. Soweit diese die Mitgliedsbeiträge selbst ein heben, haben sie eine Teilabrechnung darüber bis spätestens Ende April, die Endabrechnung bis spätestens Ende November beim Kassier des Landesverbandes vorzulegen.

Falls Bezirks- oder Ortsgruppen eigene Vereinsstatuten haben, müssen diese mit jenen des Landesverbandes im wesentlichen übereinstimmen.

 

§ 6: Rechte der Mitglieder

Teilnahme an allen Veranstaltungen des Landesverbandes

Hilfestellungen im Sinne des Vereinszweckes (siehe § 2, Abs. 1-2)

Aktives und passives Wahlrecht (der volljährigen Mitglieder)

Erhalt der vom Hauptverband herausgegebenen Zeitschrift "Der Krippenfreund" und allfälliger Vereinsnachrichten.

 

§ 7: Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind verpflichtet:

Die Bestimmungen der Verbandsstatuten zu beachten und einzuhalten, die Beschlüsse der Jahreshauptversammlung zu befolgen, die Interessen des Verbandes nach Kräften zu fördern und jede Art Schädigung des Verbandes zu unterlassen.

Den festgesetzten Mitgliedsbeitrag pro Kalenderjahr zu entrichten. Beitritte nach dem 1.12. eines Jahres gelten für das nächste Jahr.

 

§ 8: Ehrungen:

Für um den Landesvorstand bzw. das Krippenwesen im allgemeinen besonders verdiente Persönlichkeiten kann der Vorstand beim Hauptverband um eine entsprechende Ehrung eines Vereinsmitgliedes ansuchen.

Der Landesvorstand kann Funktionäre oder Vereinsmitglieder bei Vorliegen von Verdiensten wegen eines besonderen Beitrages zur Verbreitung der Volksbildung und Heimatpflege auf dem Sektor des Krippenwesens ehren.

Ehrenmitgliedschaften beim Landesverband (siehe § 4, Abs. 4)

 

§ 9: Beendigung der Mitgliedschaft

Durch Tod

Durch schriftlich bekannt zu gebenden Austritt, wobei im Jahr des Austritts der volle Jahres-Mitgliedsbeitrag zu entrichten ist.

Durch Ausschluss, der vom Vorstand zu beschließen und dem auszuschließenden Mitglied schriftlich unter Bekanntgabe des Ausschließungsgrundes mitzuteilen ist. Gegen diese Entscheidung kann das Schiedsgericht (siehe § 14) angerufen werden.

Wenn Mitglieder zwei Jahre trotz Mahnung keinen Mitgliedsbeitrag leisten, werden diese automatisch ausgeschlossen. Ein sofortiger Wiedereintritt ist nur nach Begleichung der Rückstände möglich, ansonsten besteht eine zweijährige Wartefrist.

 

§ 10: Organe des Verbandes

Generalversammlung

Vorstand

Rechnungsprüfer

Schiedsgericht

 

§ 11. Generalversammlung

Sie ist das oberste Organ des Verbandes und muss jährlich vom Landesobmann einberufen werden, und zwar schriftlich mindestens 14 Tage vorher; in der Einladung ist auch die genaue Tagesordnung mitzuteilen.

Anträge an die Generalversammlung müssen mindestens 3 Tage vor der Generalversammlung schriftlich beim Landesobmann eingereicht sein.

Sie ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen Mitglieder beschlussfähig; mit Ausnahme der Vereinsauflösung und Statuten-Änderung - hier ist eine 2/3-Mehrheit notwendig - werden die Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

Der Generalversammlung obliegt insbesondere:

die alle vier Jahre durchzuführende Wahl des Verbandsvorstandes und der Rechnungsprüfer

die Festsetzung des Mitgliedsbeitrages

die Beschlussfassung über besondere gemeinsame Aktivitäten

die Behandlung vorgebrachter Anliegen und Berichte

die Entgegennahme des Berichtes der Rechnungsprüfer und Entlastung des Vorstandes

die Beschlussfassung über rechtzeitig eingebrachte schriftliche Anträge (siehe Abs. 2)

die Ernennung von Ehrenmitgliedern

die Beschlussfassung über Statuten-Änderungen

die Vereinsauflösung

Über schriftliches Verlangen von mindestens zwei Drittel der Vorstandsmitglieder oder mindestens einem Zehntel der Vereinsmitglieder oder über Verlangen der Rechnungsprüfer muss eine außerordentliche Generalversammlung einberufen werden. Für sie gelten dieselben Richtlinien wie für eine ordentliche Generalversammlung.

 

§ 12: Vorstand

Der Vorstand wird bei der Generalversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt;

eine Wiederwahl ist möglich. Er besteht aus:

dem Landesobmann

dem 1. Landesobmann-Stellvertreter

dem 2. Landesobmann-Stellvertreter

dem Schriftführer

dem Schriftführer-Stellvertreter

dem Kassier

dem Kassier- Stellvertreter

dem Leiter der Landeskrippenbauschule

Der Vorstand wird vom Landesobmann einberufen und ist beschlussfähig, wenn mindestens vier Vorstandsmitglieder anwesend sind. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

Der Vorstand kann bei Bedarf weitere Vereinsmitglieder als Fachberater zu seinen Sitzungen einladen, sie haben allerdings kein Stimmrecht.

Dem Vorstand obliegen die Geschäftsführung des Vereins, die Verwaltung des Vereinsvermögens, die Aufnahme und der Ausschluss von Mitgliedern (siehe § 9. Abs. 3), die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung sowie alle Entscheidungen, soweit sie nicht der Jahreshauptversammlung vorbehalten sind.

Der Landesobmann vertritt den Verband nach außen und führt den Vorsitz bei Vorstandssitzungen und der Jahreshauptversammlung. Er wird bei Verhinderung von einem seiner Stellvertreter vertreten.

Der Vorstand hat das Recht, bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung bei der nächsten Jahreshauptversammlung einzuholen ist.

Die Zeichnungsberechtigung für alle den Verband betreffenden Erledigungen obliegt dem Landesobmann; sie kann von ihm in Einzelfällen delegiert werden, insbesondere die Abwicklung finanzieller Angelegenheiten an den Kassier.

 

§ 13. Rechnungsprüfer

Die zwei Rechnungsprüfer, die nicht dem Landesverbandsvorstand angehören dürfen, werden gemeinsam mit dem Vorstand bei der Generalversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt; eine Wiederwahl ist möglich.

Sie haben die Pflicht, einmal jährlich die finanzielle Gebarung zu überprüfen und bei der Generalhauptversammlung das Prüfungsergebnis mitzuteilen.

 

§ 14. Schiedsgericht

Das Schiedsgericht hat in allen Streitfällen, die sich zwischen Mitgliedern aus der Tätigkeit des Verbandes ergeben, zu entscheiden.

Jeder Streitteil macht zwei Vereinsmitglieder als seine Vertreter namhaft, die wiederum eine weiteres Vereinsmitglied als Vorsitzenden des Schiedsgerichtes wählen; kann über diese Wahl keine Einigung erzielt, wird der Verband des Krippenfreunde Österreichs um Entsendung eines Vorsitzenden des

Schiedsgerichtes ersucht.

Die Beschlüsse des Schiedsgerichtes werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst und sind Verbandsintern endgültig.

 

§ 15: Auflösung des Landesverbandes

Eine freiwillige Auflösung des Landesverbandes kann nur von der Generalversammlung, auch von einer außerordentlichen (siehe § 10, Abs.4), mit 2/3-Mehrheit beschlossen werden.

Das allenfalls vorhandene Vereinsvermögen fällt in diesem Fall den bei dieser Generalversammlung bestimmten gemeinnützigen Einrichtungen, die gleiche Ziele wie der aufgelöste Verein verfolgen, zu.

Im Regelfall sind dies im Rahmen des Landesverbandes bestehende Bezirks- und Ortsgruppen der

OÖ. Krippenfreunde.

(Der leichteren Lesbarkeit halber wird durchgehend die männliche Form für beide Geschlechter verwendet.)